Sorgerecht

Alles rund um das Sorgerecht

Stehen Ehepartner vor der Scheidung, streiten sie häufig darum, wer über den Lebensalltag der gemeinsamen Kinder bestimmen darf. Naturgemäß befinden sich die Eltern hierbei in einer emotionalen Ausnahmesituation. Für einen solchen Fall hat das Gesetz eine Lösung: Im Mittelpunkt steht das Kindeswohl – nichts anderes zählt. Die Eltern sind dementsprechend angehalten, ihre persönlichen Interessen dem Kindeswohl unterzuordnen. In der Praxis ist dieses Leitmotiv nach einer Scheidung oder Trennung häufig schwer umzusetzen, weshalb in vielen Fällen Familiengerichte entscheiden.

Meist geht es nach der Trennung um Fragen, bei wem das Kind bleibt und wie häufig der andere Partner es sehen darf. Was darf der Partner, was hat er zu unterlassen? Hier kommt das Sorgerecht ins Spiel. Als Teil des Familienrechts beinhaltet es im Allgemeinen bei einer Trennung mit Kind die Entscheidungsbefugnis eines oder beider Elternteile im Hinblick auf dessen Angelegenheiten. Sie haben Fragen? Frau Rechtsanwältin Groth steht Ihnen als Fachanwältin für Familienrecht mit kompetenter Rechtsberatung zur Seite.

Sorgerecht Rechtsanwältin Martina Groth Düsseldorf

Gesetzliche Regelungen und Vorschriften

Der Lebensalltag kann ausgesprochen vielseitig sein. Entsprechend vielfältig sind auch die gesetzlichen Bestimmungen zum Sorgerecht. Demzufolge bestimmt das Gesetz unter anderem folgende Grundsätze:

Die Eltern haben die Pflicht, aber auch das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen (§ 1616 BGB).
Die Eltern haben bei der Pflege und Erziehung die wachsenden Fähigkeiten und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbstständigem und verantwortungsbewusstem Handeln zu berücksichtigen.
Grenzen: Das Kind hat ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und sonstige entwürdigende Maßnahmen sind verboten (§ 1631 Abs. II BGBfa).
Zum Kindeswohl gehört in aller Regel der Umgang mit beiden Elternteilen. Nur so ist eine sozialgerechte Erziehung zu einer verantwortungsvollen Persönlichkeit zielführend.

Familiäre Konstellationen im Sorgerecht

Die Partner sind miteinander verheiratet und der Ehepartner ist der leibliche Vater des Kindes – das ist der Regelfall. Hierbei bestimmt das Gesetz ein gemeinsames Sorgerecht beider Elternteile. Auch im Falle einer Trennung oder Scheidung ändert dies zunächst nichts. Die Ausgangssituation ändert sich erst dann, wenn ein Elternteil einen ausdrücklichen Antrag bei dem Familiengericht stellt. Will die Mutter dem unverheirateten Vater sein Umgangsrecht nicht zugestehen, sollte dieser zunächst beim Jugendamt die Vaterschaft anerkennen lassen. Das alleinige Sorgerecht wird erst dann gewährt, wenn schwerwiegende Gründe vorgewiesen werden, die dem anderen Elternteil das Mitbestimmungsrecht verbieten. Sie stehen selbst in einem solchen Konflikt und benötigen anwaltliche Unterstützung? Als Fachanwältin für Familienrecht steht Frau Rechtsanwältin Groth Mandanten in Düsseldorf und Umgebung mit juristischem Rat zur Seite.