Tierhaltung

AG Hannover, 541 C 3858/15

Ein von der Eigentümerversammlung zur Untersagung des Haltens von Hunden und Katzen gefasster Beschluss hat für den Mieter der Wohnungseigentumsanlage keine Bedeutung. Die Haltung eines Hundes bestimmt sich für den Mieter vielmehr nach den allgemeinen Regeln des Mietverhältnisses. Danach ist für die Frage, ob eine Haltung eines Hundes erlaubt sei, darauf abzustellen, ob durch die Haltung des Hundes keine unzumutbare Beeinträchtigung der Hausgemeinschaft erfolge. Unzumutbare Beeinträchtigungen sah das Gericht bei einer fast 100 qm großen Wohnung und einem Hund, der sich kaum „unangenehm bemerkbar“ mache, für nicht gegeben an.